Interne Referenz:
ART005
Manzanero (2022) – Luis José Ramírez Cortés
Aus der Serie „Códigos Mexicanos“
Ein Mann schreitet durch den Raum, die Last seiner Arbeit auf der Schulter: ein langer Stock, behangen mit roten Äpfeln, die wie leise klingende Punkte im Bild aufleuchten. Sein Hut wirft Schatten über das Gesicht, der Blick bleibt verborgen, ganz dem Weg und der Bewegung gewidmet. Neben ihm steht ein Kind, klein, aufmerksam, staunend. Es blickt hinauf – auf den Mann, auf die Äpfel, auf eine Welt, die sich gerade erst zu öffnen beginnt.
Der Hintergrund ist bevölkert von schemenhaften Figuren: tanzend, arbeitend, spielend, gehend. Sie wirken wie Erinnerungen oder Zeichen, flüchtig und doch vertraut. Es sind die Codes des Alltags, die Luis José Ramírez Cortés in dieser Serie sichtbar macht – stille Gesten, wiederkehrende Tätigkeiten, kollektive Rhythmen des Lebens in Mexiko.
Manzanero erzählt von Arbeit und Weitergabe, von Tradition und Beobachtung. Der Mann geht voran, das Kind folgt mit den Augen. Zwischen beiden spannt sich ein unsichtbares Band aus Erfahrung, Neugier und Zukunft. Die warmen Farben, das sanfte Licht und die reduzierte Bildsprache verleihen der Szene eine zeitlose Ruhe, in der sich das Besondere im Gewöhnlichen offenbart.
Der aus Oaxaca stammende Künstler verbindet in seinen Werken persönliche Erinnerung, kulturelle Verwurzelung und internationale Prägung. Nach seinem Studium an der Akademie San Carlos und der Universität der Künste Warschau entwickelte er eine klare, poetische Bildsprache, die den Alltag nicht erklärt, sondern fühlbar macht.
Dieses Werk wird in Zusammenarbeit mit Mexhaus/Ramírez Handels präsentiert und ist als Original erhältlich. Ein Echtheitszertifikat liegt bei.
Manzanero lädt dazu ein, innezuhalten und zuzusehen – wie Arbeit, Wissen und Leben von einer Generation zur nächsten weitergetragen werden.